Definition Theaterpädagogik


Theaterpädagogik umfasst sowohl die Ausbildung der Theaterberufe als auch die Schulungs- und Ausbildungsbereiche im Amateur- und Schultheater.
Der Begriff ist sehr umfassend und wenig abgegrenzt. Schauspieltechnik, Dramaturgie und Regie, Tanzpädagogik und Rhythmik gehören ebenso dazu wie Musik, Maske, Kostüm, Bühnenbild, Requisitengestaltung und Technik. Allein die Schauspieltechnik umfasst alle Bereiche, Darstellungsformen und Richtungen des heutigen, weltweiten Theaters. Besonders hervorzuheben sind dabei die Schauspiel - Schulen von Konstantin Stanislawski, Bertolt Brecht, Jerzej Grotowski, Peter Brook, Lee Straßberg, Keith Johnstone, Augusto Boal, Marcel Marceau, Pinok Matho, aber auch besondere Spielweisen einzelner Schauspieler wie Charlie Chaplin, Bernhard Minetti oder Joshi Oida, deren Einfluss das heutige Theater (und den Film) weltweit geprägt haben.
Es ließen sich für alle Bereiche der Theater- und Tanzpädagogik hier Namen und Schulen entsprechender Protagonisten aufführen. Der Begriff entstand erst in der 2. Hälfte des 20 Jahrhunderts in Deutschland im Zuge der Entstehung einer eigenständigen professionellen Kindertheaterszene. Es ging zuerst um die pädagogischen und gesellschaftspolitischen Impulse, die vom professionellen Kindertheater ausgehen sollten oder wollten. Recht schnell wurde auch die Schulung und Ausbildung im Amateur- und Schultheater Gegenstand der Theaterpädagokik.
Im Gegensatz zu den angelsächsischen Ländern und der Schweiz gibt es bei uns (noch) kein anerkanntes Berufsbild Theaterpädagoge.


Quelle: Seminar Meckenbeuren